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Heike & Alex Heike & Alex aus Stuttgart schrieb am 16. Juni 2026 um 14:13
Liebe Vereinsleute, ich bin gerade sehr traurig. Auf der Suche nach den aktuellen Öffnungszeiten, um den wir unsere jährliche "Geburtstagsreise" hätten planen können, lese ich, dass das Bad derzeit Geschichte ist. Praktisch über die ganze Zeit seines Bestehens war das Radonbad fester Bestandteil jeder Kurzreise in den Schwarzwald. Die Trumpfkarten von St. Blasien sind für uns eindeutig die sagenhaften Wandermöglichkeiten, sogar im Winter - und eben das Radonbad. Was genau soll denn jetzt Touristen nach St. Blasien locken? Der Dom? Der ist in ein paar Minuten besichtigt und die Generationen, die sich für solche "Highlights" noch interessieren - die werden nicht mehr lange reisefähig sein. Was soll nachkommen? Ein naturzerstörerisches Schwarzwald-Disney, wie an anderen Orten schon geschehen? Weil man ja unbedingt Baumwipfelpfade und weiß nicht was braucht, um Natur zu erfahren? Oder ein Spaßbad, mit Gekreische und Gespritze - dazu brauche ich nicht in den Urlaub fahren, das kann ich in jedem lokalen Bad haben. Es ist erschütternd, in wie vielen Gemeinden immer wieder genau dieselben Fehler passieren, wenn es um das Thema Tourismus-Entwicklung geht. Ich stelle mir vor, was für eine Oase in der zunehmenden Sommerhitze das Hintertal und das Bad sein könnten. Aber nein - man schaut nur auf die eine rote Zahl und wirft dann das Handtuch, statt sich zukunftstaugliche Konzepte zu überlegen. Die Schneemassen werden nicht wiederkommen. Wenn ich also noch mehr streiche an Angebot - zuletzt waren die Öffnungszeiten ja ohnehin schon eine Zumutung und die Gastronomie und Übernachtungsangebote wurden immer altbackener. Wer soll da noch länger bleiben wollen. Zum Parkplatz fahren, zum Wasserfall laufen - und dann wieder zurück in eine größere Ansiedlung, wo auch was geboten ist. Übrigens auch - wer soll da noch Arbeit finden? Wer soll da noch leben wollen von denen, die ihre Zukunft noch vor sich haben? Ich wünsche euch, nachdem wieder alles offen ist nach dem Absprung des Investors, dass ihr eine gute Lösung findet. Vielleicht eine, in die jetzt erstmal reingesteckt wird. Die sich aber auszahlen wird, wenn den Rummelplätzen des Schwarzwalds die Leute weglaufen. Weil auf kurzfristige Gewinne schielen nicht nachhaltig ist und weil Qualität sich immer rechnet.
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