Warum sind wir überzeugt, dass das Revitalbad erhalten und dauerhaft betrieben werden kann und muss, um die Attraktivität der Region zu erhalten?
Es gibt einige „Stellschrauben“ im Betrieb, die zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage des Revitalbades beitragen können. Einige davon sind:
- Die Öffnungszeiten können ausgeweitet und kundenfreundlicher gestaltet werden.
- Die medizinischen Behandlungen können optimiert und qualifiziert werden.
- Das Energiemanagement kann verbesert werden.
- Die Besucherzahlen können signifikant gesteigert werden.
- Eine attraktive und übersichtliche Webseite kann potentielle Besucher animieren.
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Eine engagierte und qualifizierte Leitung des Bades kann so die Einnahmen signifikant erhöhen und die Kosten deutlich senken. Wir sind froh, dass wir in unserer Initiative Fachleute haben, die sich dort auch engagieren würden.
Wie in dem ursprünglichen Konzept mit Bürgern und Unternehmen aus der Region als stillen Gesellschaftern angedacht, kann durch Engagement aus dem Umfeld des Bades – sowohl von Nutzern als auch von Unternehmern und Unternehmen, für die das Bad ein wichtiger Standortfaktor ist, ein breiter Rückhalt in der Bevölkerung (wieder) entstehen und damit eine umfassende Unterstützung sichergestellt werden.
Gerade in dem notwendigen Klimawandelanpassungsprozess wäre es töricht und unagemessen, ein Juwel wie das Revitalbad zu schließen. Im Gegenteil, es sollten weitere Einrichtungen hinzukommen um eine auch bei wärmeren Wintern und heißeren Sommern attraktive Infrastruktur für Touristen, aber auch für die Bevölkerung aufzubauen. Gerade wird in St. Blasien das ehemalige Sanatorium in exclusive Appartments umgebaut – auch diese neuen Bürger, egal ob sie dort als Haupt- oder Nebenwohnsitz leben werden, setzen auf eine attraktive Infrastruktur.
Schlussendlich ist das Revitalbad zwar formell Eigentum der Stadt St. Blasien, es ist aber für alle umliegenden Gemeinden, ihren Fremdenverkehr und ihre Bewohner, ein wichtiger Faktor in Bezug auf Attraktivität und Lebensqualität. Allein im Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien mit seinen 7 Gemeinden verzeichnet der Tourismusbericht des Landkreises Waldshut in 2024 knapp 850.000 touristische Übernachtungen. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es wichtig, dass die Kommunen zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam die Attraktivität der Region erhöhen. Wenn beispielsweise die Trägerschaft des Revitalbades von der Stadt St. Blasien an den Gemeindeverwaltungsverband übergehen würde, würde sich der notwendige Zuschuss des Bades – kein öffentliches Bad kann ohne Zuschüsse betrieben werden – auf mehr Kommunen und wesentlich mehr touristische Übernachtungen verteilen und so für alle Beteiligten tragbar werden.

